Die grünen Quartiersterrassen
Im Mittelpunkt der künftigen Aachener Freifläche im Herzen der City stehen vier grüne Quartiersterrassen. Neue Plätze, Wege und naturnah gestaltete Flächen sollen direkte Wege- und Sichtverbindungen zur Altstadt und zum Bädersteig schaffen. Es entstehen auch multifunktionale Rasenflächen, die Raum für Bewegung, Spiel und Sport bieten. Zudem werden rund 50 Bäume und Sträucher gepflanzt. Am Ort der ältesten Thermenanlage der Aachener Innenstadt wird auch das Wasser wieder in Form eins Brunnenlaufs an die Oberfläche geholt. Zahlreiche Sitzbänke werden im Büchel-Park der Zukunft zum Verweilen einladen. Die SEGA hat die Pläne noch einmal öffentlich vorgestellt und bietet eine Outdoor-Ausstellung an.
Der neue Freiraum wird in drei Phasen gebaut: zunächst ab Sommer 2026 werden die archäologischen Grabungen, die nötigen Tiefbauarbeiten, die auch für die Erschließung der künftigen Baufelder gebraucht werden und der zentrale Kern der Freifläche hergestellt (1. Abbildung unten). Nachdem dann die Gebäude errichtet sind, werden auch die Ränder zur Mefferdatisstraße und der Anschluss an den Büchel neben Haus Nr. 51 neu hergestellt (2. Abbildung unten). Die vollständige Freianlage auch in Richtung Antoniusstraße kann erst errichtet werden, wenn der Bebauungsplan die zulässigen Nutzungen dort geregelt hat und die Eigentümer der entsprechenden Grundstücke dem städtebaulichen Konzept folgen (3. Abbildung unten).
Archäologie am Büchel: Bevor gebaut wird, wird geforscht
Der Büchel ist nicht nur ein wichtiger Ort für die Zukunft der Aachener Innenstadt, sondern auch ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte. Das gesamte Areal liegt in einem eingetragenen Bodendenkmal (AA 081 mit AA 093 [römisches bis neuzeitliches Stadtviertel Büchel, eingetragenes Bodendenkmal Nr. B00057 – Stadtviertel „Büchel“ der Denkmalliste der Stadt Aachen]). Unter der Oberfläche können sich Spuren aus fast 2.000 Jahren Geschichte verbergen, von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit.
Frühere Untersuchungen haben bereits spannende Funde ans Licht gebracht: darunter römische Keramik, Werkzeuge und Überreste mittelalterlicher Kelleranlagen. Deshalb sind vor den eigentlichen Bauarbeiten archäologische Untersuchungen gesetzlich vorgeschrieben. Das Grundstück liegt in einem Bereich, für den archäologische Funde grundsätzlich erwartet werden können. Um mögliche Bodendenkmäler zu dokumentieren und zu schützen, werden die Flächen vorab untersucht und die Arbeiten fachlich begleitet.
Sollten dabei besonders bedeutende Funde entdeckt werden, sieht das Denkmalschutzrecht vor, dass diese unter bestimmten Voraussetzungen erhalten bleiben können. Die archäologischen Arbeiten werden bewusst vorgezogen. So können mögliche Funde frühzeitig untersucht werden, bevor die eigentliche Baustelle beginnt. Das schafft Planungssicherheit und hilft, Verzögerungen während der Bauarbeiten zu vermeiden.