Stadt machen : Workshops

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Stadtmacherinnen und Stadtmacher tauschten ihre Projektvorstellungen zur Zukunft des Büchels aus

Bilanz Sondierungsverfahren

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Pressemitteilung Stadt Aachen 17.08.2020

Alte Geschichten und Bilder

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Geschichten und Fotos vom Büchel gesucht

Parkhaus verpackt

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Parkhaus ist verpackt

“Stadt machen am Büchel”:

Foto: Stadt Aachen / Heike Lachmann

 

Mit neuer Plattform und Kampagne startet die Zukunft des Altstadtquartiers

 

  • Investorin? Nutzer? Kreative? Die Stadt startet am heutigen Freitag (8. Mai) ein Sondierungsverfahren zum Altstadtquartier Büchel. Ziel ist es, viele Akteure aus der Aachener Stadtgesellschaft anzusprechen, die in unterschiedlichster Form mitmachen wollen.

 

  • Die neue Homepage www.buechel-aachen.de bündelt alle Informationen, und weist ganz einfach den Weg, wie man am Sondierungsverfahren teilnehmen kann.

 

  • Oberbürgermeister Marcel Philipp und Stadtbaurätin Frauke Burgdorff ziehen positive Zwischenbilanz und blicken optimistisch auf die anstehenden Herausforderungen. „Das Team Büchel ist sehr gut aufgestellt, dazu herrscht eine parteiübergreifende Einigkeit, das für Aachen so wichtige Projekt zu stützen“, sagen sie unisono.

 

Eines der prominentesten Projekte der Aachener Stadtentwicklung startet die nächste wichtige Phase: „Heute beginnen wir für das Altstadtquartier Büchel mit einem Sondierungsverfahren“, teilten Oberbürgermeister Marcel Philipp und die städtischen Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, gemeinsam im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag (8. Mai) mit. Dies sei ein guter Tag für Aachen, betonte der OB. Denn gerade in diesen heraufordernden Zeiten der Coronakrise beweise er, dass die Verwaltung vorangehe und für die gesamte Stadt so wichtige Projekte wie den Büchel weiter wie angekündigt und mit viel Energie vorantreibe.

Beigeordnete Burgdorff: „Machen Sie mit uns Stadt am Büchel!“

 

Auf diesen spannenden und an vielen Stellen sicherlich auch herausfordernden Weg möchte die Verwaltung nun engagierte Mistreiterinnen und Mitstreiter aus der Stadtgesellschaft mitnehmen. Daher startet die Stadt mit dem heutigen Tag das Sondierungsverfahren „STADT MACHEN AM BÜCHEL“. Beigeordnete Frauke Burgdorff erklärt: „Gesucht werden Stadtmacherinnen und Stadtmacher, Personen und Unternehmen, die an diesem besonderen Ort in Zukunft investieren oder mieten und Verantwortung übernehmen wollen.“ Das Büchel-Team suche Menschen und Institutionen, die ihre guten Ideen realisieren wollen, die Lust auf Qualität und urbane Vielfalt haben, die ihre Zukunft in Kooperation mit den Nachbarinnen und Nachbarn gestalten wollen. „Wir wissen: Der Büchel wird eines der wichtigen und kniffligsten Projekte der Aachener Innenstadtentwicklung. Damit es gelingen kann, müssen viele Aachenerinnen und Aachener mitgestalten, mit investieren, mitmachen!“, so Burgdorff weiter.

Ideen und Konzepte bis zum 30. Juni anmelden

 

Das Sondierungsverfahren mit dem Slogan „STADT MACHEN AM BÜCHEL“ ist der erste große Schritt im gemeinsamen Planungsprozess des zukünftigen Quartiers. „Gefragt sind Vorschläge für eine Grundfläche von 2.500 Quadratmetern. Abhängig von Nutzung und der geplanten Lage im neuen Altstadtquartier, können Gebäude drei bis vier Stockwerke haben“, erklärt die Beigeordnete. Das Ziel lautet: Nur einen Steinwurf vom UNESCO-Weltkulturerbe Dom entfernt soll am Büchel ein Anziehungspunkt entstehen, der unterschiedliche Lebenswelten miteinander verbindet, der Gegensätze anzieht und eine bunte urbane Mischung bildet. „Hierfür brauchen wir brillante Lösungen, die auf die aktuellen Gegebenheiten wie die zahlreichen Leerstände im Einzelhandel reagieren. Wir brauchen Lösungen, die einen guten Umgang mit der Nachbarschaft finden. Wir brauchen nachhaltige Impulse und mehr Grün im öffentlichen Raum“, zählt Burgdorff einige Punkte auf, die beim Büchel der Zukunft eine prägende Rolle spielen sollen.

Vor diesem Hintergrund suchen die Stadt und die für den Büchel zuständige und frisch gegründete Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen GmbH & Co. KG (SEGA), zuverlässige Partnerinnen und Partner, die sich zu dem Projekt bekennen und auch in schwierigen Zeiten dabeibleiben. „Nur mit einem Netzwerk aus starken Projektpartnern lässt sich diese besondere Herausforderung realisieren“, sind Burgdorff und OB Philipp überzeugt.

Das Sondierungsverfahren läuft vom 8. Mai bis zum 30. Juni 2020. Es entstehen keine Ansprüche aus der Teilnahme. Sie ist unverbindlich und es handelt sich ausdrücklich nicht um ein formales Vergabeverfahren, wie Frauke Burgdorff betont. Die Ergebnisse des in Aachen in der Form erstmalig angewandten Verfahrens werden von der SEGA gesammelt, ausgewertet und auf ihre bauliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit überprüft. „Daraus werden dann das Nutzungskonzept und die späteren städtebaulichen Maßnahmen erarbeitet“, erklärt die Planungsdezernentin das weitere Vorgehen.

Neue Homepage bietet viele Infos und Kontakte

 

Die Botschaft „STADT MACHEN AM BÜCHEL““ transportiert die neue Homepage www.buechel-aachen.de, die seit dem heutigen Freitag online ist. Auf ihr finden Interessierte alle Infos zum Sondierungsverfahren und sie können ihre Projektidee mit Eckdaten und Optionen in Form eines Fragebogens an die Stadt Aachen schicken. Multimediale Inhalte, Erläuterungen zur Vorgeschichte, zu archäologischen Grabungen und generell zum Standort Büchel runden das Angebot ab. Flankiert wird der frische Internetauftritt von einer Plakatkampagne, die in den kommenden Wochen in den städtischen Werbebannern, den sogenannten Citylights, zu sehen ist und dazu aufruft, „Stadt (mitzu-)machen am Büchel“.

OB Philipp: „Wir sind auf einem guten Weg“

 

Es ist gerade einmal 14 Monaten her, dass die Stadt mit dem Ausstieg der bis dahin tätigen Investoren am Büchel vor einer völlig neuen Situation und zunächst unklaren Zukunft stand. „Seitdem haben Politik und Verwaltung in Aachen einen wirklich guten Job gemacht. Parkhaus und weitere Liegenschaften am Büchel sind mittlerweile in öffentlicher Hand. Wir haben erste griffige Ideen und Fahrpläne für den Büchel entwickelt und es sind wegweisende Entscheidungen getroffen worden. Die endgültige Schließung und der Abriss des Parkhauses sind beschlossene Sache. Wir halten Wort und befinden uns derzeit auf einem guten Weg hin zu einem neuen attraktiven Stück Stadt im Herzen unserer City“, sagte Philipp weiter und dankte zugleich der bislang geleisteten guten Arbeit, die nur im Schulterschluss vieler Verwaltungsstellen und mit einer fraktionsübergreifenden politischen Koalition gelingen konnte.

Philipp und Burgdorff sind überzeugt: Die nun gestartete Sondierungsphase, die darüber hinaus laufenden regelmäßigen Abstimmungen mit zahlreichen Akteuren der Politik und der Stadtgesellschaft, die parallel laufenden intensiven Vorbereitungen zum Abriss des Parkhauses zeigen, dass am Büchel jede Menge Bewegung drin ist und man sich generell auf einem guten Weg befinde.

Weitere Infos zum Altstadtquartier Büchel

 

Rund um das Parkhaus ‚Büchel‘, mitten im Herzen der Stadt, wird auf einer Fläche von circa zwei Hektar ein neues, lebendiges Innenstadtviertel entstehen. Ein Nutzungsmix aus öffentlichen Räumen, Wohnungen, Lern- und Arbeitsorten. Ein Dreh- und Angelpunkt für die Altstadt, der von vielen unterschiedlichen Menschen gesucht, gefunden und geliebt wird.

Den ersten Impuls für diese Entwicklung ermöglicht die Fläche, auf der das Parkhaus ‚Büchel‘ aktuell steht. Es wird gerade schrittweise geschlossen und im Jahr 2021 abgerissen werden. Weitere Infos: www.buechel-aachen.de.

Hinweis an die Redaktionen:

 

Unter dem Link www.aachen.de/images/pressefotos/buechelsondierung.zip stehen Fotos zum kostenlosen Download zur Verfügung. Bitte beachten Sie das Copyright „Fotos: Stadt Aachen / Andreas Herrmann“.

Weitere Informationen zum Büchel finden Sie im Internet auf – www.buechel-aachen.de

Herausgegeben am 04.11.2019

Altstadtquartier Büchel: Verwaltung stellt Fahrplan vor

Beigeordnete Frauke Burgdorff stellt im Planungsausschuss den Sachstand zum „Altstadtquartier Büchel“ vor und kann auf „deutliche Bewegung im Projekt“ hinweisen. Politik ist voll des Lobes und gibt Verwaltung Rückendeckung.

 

  • Viele wichtige Schritte konnten im letzten halben Jahr gegangen werden: Grundstückkauf, Gründung der Städtischen Entwicklungsgesellschaft, Aufbau des Projektteams, erste archäologische Untersuchungen und Vorbereitungen für den Parkhaus-Abriss.
  • Ziele sind klar definiert: maximale Frequenz (um die Einzelhandelslage zu stärken); größtmögliche architektonische Qualität (um eine starke Adresse auszubilden) und ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft.

 

Die Verwaltung hat in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend (9. Januar) den Sachstand zum „Altstadtquartier Büchel“ und den weiteren Fahrplan für die Realisierung vorgestellt. Die städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, erläuterte, dass nun im Schulterschluss der Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit „Schritt für Schritt das Beste für diesen Standort entwickelt wird“. Dazu gehöre zunächst, die Qualitäten und Nutzungen zu definieren, die unter den neuen Bedingungen an dem Standort realisiert werden können. Von der Politik gab es viel Lob und Rückendeckung für die vorgestellte Marschrichtung. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass die Stadt in vorgelegter Art und Weise das Projekt „Altstadtquartier Büchel“ weiterführt.

Beigeordnete Frauke Burgdorff stellt im Planungsausschuss den Sachstand zum „Altstadtquartier Büchel“ vor und kann auf „deutliche Bewegung im Projekt“ hinweisen. Politik ist voll des Lobes und gibt Verwaltung Rückendeckung.

 

  • Viele wichtige Schritte konnten im letzten halben Jahr gegangen werden: Grundstückkauf, Gründung der Städtischen Entwicklungsgesellschaft, Aufbau des Projektteams, erste archäologische Untersuchungen und Vorbereitungen für den Parkhaus-Abriss.
  • Ziele sind klar definiert: maximale Frequenz (um die Einzelhandelslage zu stärken); größtmögliche architektonische Qualität (um eine starke Adresse auszubilden) und ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft.

 

Die Verwaltung hat in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend (9. Januar) den Sachstand zum „Altstadtquartier Büchel“ und den weiteren Fahrplan für die Realisierung vorgestellt. Die städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, erläuterte, dass nun im Schulterschluss der Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit „Schritt für Schritt das Beste für diesen Standort entwickelt wird“. Dazu gehöre zunächst, die Qualitäten und Nutzungen zu definieren, die unter den neuen Bedingungen an dem Standort realisiert werden können. Von der Politik gab es viel Lob und Rückendeckung für die vorgestellte Marschrichtung. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass die Stadt in vorgelegter Art und Weise das Projekt „Altstadtquartier Büchel“ weiterführt.

 

„Stadt hat eine Menge geschafft“

 

Vor voll besetzten Zuschauerreihen im Sitzungssaal sagte Frauke Burgdorff mit Blick auf den aktuellen Stand des Großprojektes, dem sie „eine deutliche Bewegung“ attestierte: „Die Stadt hat eine Menge geschafft in dem letzten halben Jahr, seitdem die Investoren das Projekt gestoppt haben. Die entscheidenden Impulse hierzu haben der Oberbürgermeister, der Verwaltungsvorstand und die Fachverwaltung gegeben.“

Sie erinnerte an die komplexen Verkaufsverhandlungen, an deren Ende die Stadt strategisch wichtige Grundstücke am Büchel erworben hat. „Es ist uns gelungen, in kurzer Zeit die Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen GmbH & Co. KG (SEGA) zu gründen, deren Anschubfinanzierung zu sichern und die nun das Projekt vorantreibt.“

Ferner hat die Verwaltung ein Projektteam aufgebaut, sie hat mit an diesem Standort erforderlichen archäologischen Untersuchungen begonnen und sie ist in die Vorbereitungen für den äußerst komplexen Abbruch des Parkhauses eingestiegen.

Größtmögliche Qualität

 

Burgdorff führte im Ausschuss aus, dass deutlich geworden sei, dass die Stadt mit zukünftig Investierenden auf die Suche gehen müsse, um Nutzungen…

  • … mit maximaler Frequenz (um die Einzelhandelslage zu stärken)
  • …mit größtmöglicher architektonischer Qualität (um eine starke Adresse auszubilden)
  • …und mit einem deutlichen Mehrwert für die Stadtgesellschaft (um Akzeptanz in Aachen zu schaffen) zu finden.

Dafür müsse – so die Beigeordnete – in der Büchel-Debatte damit aufgehört werden, einzelne Nutzungen ‚unterzubringen‘. „Vielmehr muss gemeinsam mit den zukünftig Investierenden ein Nutzungsprogramm entwickelt werden, das dazu in der Lage ist, einen neuen Sehnsuchtsort in der Stadt zu entwickeln. Ganz gleich, ob dies im Kern ein Haus des Wissens, ein neuer Wohnstandort oder ein besonderer urbaner Park sein wird“, sagte die Planungsdezernentin.

Der Zeitplan steht

 

Diese drei Nutzungsschwerpunkte werden im ersten Quartal 2020 durchdekliniert, es wird untersucht, wie sie realisierbar wären, was dies für den Städtebau bedeuten würde und natürlich auch, wer als Partner für die Investition zur Verfügung stünden. Denn klar ist heute schon: „Es braucht starke Partner aus Aachen, die sich über die guten Wünsche für den Standort hinaus ganz konkret als zukünftige Nutzer und Investierende bekennen“, so Burgdorff. Dazu werde ebenfalls im Frühjahr ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, in dem das zukünftige Programm – und damit die Grundlage für den Hochbau – Schritt für Schritt verdichtet wird.

Die Verwaltung arbeitet derzeit intensiv daran, diese Planungen voranzutreiben. Die Politik entscheidet schließlich, welche Ideen umgesetzt werden sollen. Frauke Burgdorff betonte noch einmal generell: „Uns ist wichtig, dass wir mit den vielen Akteuren aus der Stadtgesellschaft – vom Handel über die Hochschulen bis zu den unmittelbaren Nachbarn am Büchel – wie bisher auch im konstruktiven Dialog über die Entwicklung bleiben.“

Das Projekt „Altstadtquartier Büchel“ ist eines der zentralen Projekte der Aachener Innenstadtentwicklung. Die Federführung dazu liegt bei der Stadt Aachen und der neu gegründeten Städtischen Entwicklungsgesellschaft Aachen GmbH & Co. KG (SEGA). Seitdem die Stadt im Spätsommer 2019 das Grundstück des Parkhauses Büchel von der „Büchel Immobilien GmbH“ gekauft hat, laufen intensive Vorbereitungen zur Schließung und Abriss des Gebäudes. Im Dezember 2019 hat die Stadt im Plangebiet weitere Grundstücke der „Büchel Immobilien GmbH“ erworben.

Experten des Gebäudemanagements der Stadt bereiten unterdessen die Niederlegung des Parkhauses vor. Hierfür müssen zahlreiche Aspekte wie der Schutz der Thermalquellen, Archäologie, Schadstoffe, Emissionen, Logistik, die Verlegung von Leitungen und technischer Infrastruktur, zahlreiche weitere Planungen, Vorarbeiten und Vergabeverfahren sowie die Erstellung von Gutachten und Einbeziehung von Sachverständigen berücksichtig werden.

Bei weiterhin gutem Verlauf des Projekts können die Abbrucharbeiten dann voraussichtlich Anfang 2021 beginnen. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung im November 2019 beschlossen, das Parkhaus ab dem 31. März 2020 für Kurzzeitparker zu schließen und die Verwaltung beauftragt, mögliche Zwischennutzungen zu prüfen.

Weitere Informationen zum Büchel finden Sie im Internet auf – www.aachen.de/buechel

Herausgegeben am 10.01.2020

Altstadtquartier: Erste archäologische Untersuchungen gestartet

  • Auf dem Eckgrundstück Nikolausstraße / Antoniusstraße finden seit dem heutigen Montag (4. November) Grabungen statt. Zu römischen und mittelalterlichen Zeiten waren am Büchel viele Betriebe angesiedelt. Experten vermuten entsprechende Funde im Erdreich.
  • Oberbürgermeister Marcel Philipp: „Wir handeln nicht irgendwann, sondern jetzt.“ Verwaltung stellt weitere vorbereitende Arbeiten an, um Schließung und Abriss des Büchel-Parkhauses zeitnah umzusetzen.

Ein besonderer Dank der Stadt geht an die Familie Falter, die es erst ermöglicht hat, dass die Archäologen bereits mit dem Bagger auf dem Privatgrundstück am Büchel anrücken können.
Die Stadt Aachen hält das Tempo beim Großprojekt Büchel hoch und unternimmt die nächsten Schritte. Am heutigen Montag (4. November) haben vor Ort erste archäologische Grabungsarbeiten begonnen. Hierfür nimmt Stadtarchäologe Andreas Schaub zunächst eine Fläche auf dem Eckgrundstück Nikolausstraße / Antoniusstraße fachmännisch unter die Lupe. Unterstützt werden die Grabungsarbeiten vom Stadtbetrieb und einem Tiefbauunternehmen.

OB Philipp: „Wir packen nun richtig an!“

 

Mit Helmut Falter, Chef der Mayerschen Buchhandlung und zugleich Eigentümer des Grundstückes, hat die Stadt zuvor eine Vereinbarung getroffen, damit die archäologischen Untersuchungen in diesem Bereich zügig angegangen werden können. In einem Pressetermin haben Oberbürgermeister Marcel Philipp, die städtische Beigeordnete für Bauen, Planung und Mobilität, Frauke Burgdorff, und Stadtarchäologe Andreas Schaub gemeinsam mit Helmut Falter nun über das aktuelle Vorhaben informiert und einen Ausblick gegeben, welche Schritte die Stadt in den kommenden Monaten unternehmen wird.

„Mit dem Erwerb des Parkhauses und dem Ziel, weitere Grundstücke am Büchel für die Stadt zu kaufen, gewinnen wir eine noch vor Jahresfrist ungeahnte Handlungsfreiheit. Die wollen wir – gemeinsam mit weiteren Partnern – nutzen. Mein Anliegen ist es, dass wir nun auch erste sichtbare Schritte unternehmen. Dass wir zeigen: Wir packen die für unsere Stadt so wichtige Umgestaltung des Nikolausviertels und die dafür notwendigen vorbereitenden Arbeiten nun richtig an. Nicht irgendwann, sondern jetzt“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Die nun stattfindenden archäologischen Arbeiten auf dem an das Parkhaus angrenzenden Grundstück der Familie Falter sind der sichtbare Auftakt

Intensive archäologische Recherchen im Vorfeld

 

Die Stadtarchäologie beschäftigt sich bereits seit langem mit den Vorbereitungen für das Büchel-Areal. „Das gesamte Gebiet wurde in den letzten Jahren unter verschiedenen bodendenkmalpflegerisch relevanten Gesichtspunkten recherchiert“, sagte Andreas Schaub. So wurde die historische Bebauung am Büchel geprüft und kartiert. Gefördert von der Stadtarchäologie ist zudem an der RWTH eine Dissertation entstanden. Mit der wissenschaftlichen Arbeit ist das Palaeo-Relief der Innenstadt – also die natürliche Oberfläche in vor- und frühgeschichtlichen Zeiten – erforscht worden.

„Die Ergebnisse fließen nun auch in unsere Gesamtbetrachtung mit ein, wenn es um die Frage geht, in welchen Tiefenlagen wir mit historischen Funde rechnen müssen“, erklärte Schaub. Zusammen mit Erkenntnissen aus allen bekannten archäologischen Untersuchungen und Beobachtungen der letzten 120 Jahre, die vorausschauend in den vergangenen Jahren begutachtet worden sind, geht Fachmann Schaub davon aus, dass man mit Funden bei einer Tiefe von bis zu fünf Metern rechnen muss: „Die Akten- und historische Recherche liegt hinter uns. Jetzt schauen wir an markanter Stelle in den Boden rein, um herauszufinden: Wie sieht es dort wirklich aus?“

Stadtbetrieb unterstützt tatkräftig

 

Mitarbeiter des Stadtbetriebs unterstützen die archäologischen Untersuchungen nach allen Kräften. Sie haben die Baustelle auf dem Grundstück der Familie Falter vorbereitet und eingerichtet. Am heutigen Montag haben sie damit begonnen, in zuvor festgelegten Zonen das oberste Erdreich abzubaggern und wegzutransportieren. Schaub: „Wir beginnen nun unverzüglich mit den archäologischen Arbeiten. Am 20. Dezember soll die Oberfläche wieder hergestellt werden, so dass am Tag darauf das Areal wieder wie gewohnt als Parkplatz genutzt werden kann.“ Das gesamte Vorhaben ist eng mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland abgestimmt. Unterstützung kommt auch vom Archäologischen Arbeitskreis Aachen.

Und was erwarten die Experten am Büchel? Der Stadtarchäologe präzisiert: „Insbesondere in römischer und mittelalterlicher Zeit war der Osten der Altstadt – also auch das Büchel-Gelände – das Industriegebiet schlechthin. Das hatte vor allem damit zu tun, dass Betriebe wie Töpfereien, Glas- und Metallproduk-tionseinheiten feuerbetriebene Anlagen benötigten. Diese lagen aus Sicherheitsgründen meist an den windabgelegenen Seiten der Städte.“ Weitere Erkenntnisse hoffen Schaub und seine Mitstreiter in wenigen Wochen zu haben.

Büchel-Projektteam hat Arbeit aufgenommen

 

Im September hat die Stadt Aachen unterdessen von der „Büchel Immobilien GmbH“ das Grundstück samt Parkhaus Büchel gekauft. Der Rat der Stadt Aachen hat zudem eine Stadtentwicklungsgesellschaft gegründet. Diese soll das Großprojekt Büchel künftig im engen Verbund mit der Verwaltung optimal vorantreiben. „Schon vor Wochen sind wir hochmotiviert und dezernatsübergreifend mit einem Büchel-Projektteam in die vertiefende Arbeit eingestiegen“, erläuterte Stadtbaurätin Frauke Burgdorff. So werden von der Verwaltung derzeit unter anderem Nutzungsoptionen für das künftige Altstadtquartier Büchel erarbeitet, über die dann die Politik berät. Zusätzlich arbeitet die Stadt mit Hochdruck daran, Schließung und Abriss des Parkhauses vorzubereiten. Der Planungsausschuss hat hierzu jüngst beschlossen, dass die Verwaltung den Pachtvertrag für das Parkhaus mit der Aachener Parkhaus GmbH (APAG) zum 31. März 2020 kündigt.

Um den nun erfolgten Auftakt mit den archäologischen Untersuchungen überhaupt realisieren zu können, dankte Marcel Philipp ausdrücklich der Familie Falter, die hierfür ihr Grundstück zur Verfügung gestellt hat. Helmut Falter hat die Bereitschaft hierzu im Pressegespräch noch einmal unterstrichen. „Dieses bürgerschaftliche Engagement zeigt uns, dass es Akteure in der Stadt gibt, die ihren Teil dazu beitragen wollen, dass der Büchel eine Aachener Erfolgsgeschichte wird“, zeigte sich der Oberbürgermeister zuversichtlich, dass die Planungen für die Umgestaltung des Altstadtquartiers nun Schritt für Schritt angegangen werden können.

 

OB Philipp: „Das Parkhaus Büchel wird geschlossen.“

 

Oberbürgermeister Marcel Philipp: „Das Parkhaus Büchel wird geschlossen. Dies steht seit Jahren fest. Seit kurzem befindet sich die Stadt als Eigentümerin des Parkhauses in der Position, dies auch zeitnah zu realisieren. Zahlreiche Menschen in der Verwaltung arbeiten mit viel Engagement daran, die politischen Beschlüsse umzusetzen. Zugleich setze ich mich sehr dafür ein, möglichst viele Akteure der Stadtgesellschaft mit einzubinden, um mit der Schließung, dem folgenden Abriss und vor allem der Neugestaltung des Altstadtquartiers ein neues Erfolgskapitel für Aachen aufschlagen zu dürfen.“ Hierzu soll es auch einen intensiven Bürgerdialog geben, den die Stadt derzeit vorbereitet.

Frauke Burgdorff ergänzte: „Unser Team hat bereits viele Ideen formuliert. Wir sprühen regelrecht vor Tatendrang. Auch mit bundesweit anerkannten Stadtentwicklungsexperten haben wir jüngst erst zum Thema Büchel einen Workshop gestaltet. Ergebnis: Wir sind gut unterwegs, unsere Ziele sind ambitioniert – und machbar. Wichtig ist uns vor allem: Wir wollen so viele Menschen wie möglich mitnehmen. Wir wollen die Baustelle Büchel im Herzen der Stadt zur Schaustelle machen, an der viele mitwirken.“

Weitere Informationen zum Büchel finden Sie im Internet auf – www.aachen.de/buechel

Herausgegeben am 04.11.2019

Stadt Aachen kauft das Grundstück des Parkhauses Büchel

Das Großprojekt Büchel bewegt sich um einen entscheidenden Schritt nach vorne: In diesen Tagen hat die Stadt Aachen von der „Büchel Immobilien GmbH“ das Grundstück des Parkhauses Büchel gekauft. Der Notarvertrag wurde Mitte August unterzeichnet, der Eigentumsübergang ist für die kommende Woche zu erwarten.

„Damit sind wir dem Auftrag des Stadtrates nachgekommen, das Parkhaus-Grundstück als zentraler Baustein in der Neugestaltung des gesamten Altstadtquartiers Büchel in den städtischen Besitz zu holen“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Dieser Kauf schafft uns Handlungsfreiheit, die nächsten Schritte in der Entwicklung des Projektes zügiger zu gehen.“

Parallel ist in der Verwaltung ein dezernatsübergreifendes Büchel-Projektteam in die vertiefende Arbeit eingestiegen. Die neue Bau- und Planungsdezernentin Frauke Burgdorff, die am 1. Oktober ihre Arbeit aufnimmt, war bei der Auftaktsitzung in dieser Woche bereits anwesend und hat – wie Oberbürgermeister Philipp – das Projekt mit der höchsten Priorität versehen.

Zur zügigen Bearbeitung sitzen alle beteiligten Fachbereiche, Abteilungen und Eigenbetriebe im Projekt zusammen. Philipp: „Wir bündeln die Kräfte und werden nun in kurzer Taktung die ersten Schritte, die uns am Ende zu einer Realisierung des ersten Bauabschnitts führen, vermelden können.“

Bis zum anstehenden Abriss soll das Parkhaus noch in seiner ursprünglichen Bestimmung über die APAG für die neue Besitzerin Stadt Aachen betrieben werden. Um eine unnötig lange Baubrache an der Stelle zu vermeiden, sollen Abriss und der Start der Vorbereitungen zu einem Neubau kurz aufeinanderfolgen.

Die Stadt Aachen hat in einem ersten Schritt das 4831 Quadratmeter große Grundstück des Parkhauses am Büchel erworben. Den Erwerb weiterer Grundstücke der „Büchel Immobilien GmbH“ an der Ecke Nikolausstraße/Büchel und in der Mefferdatisstraße wird die kurz vor der Gründung stehende Stadtentwicklungsgesellschaft angehen.

Weitere Informationen zum Büchel finden Sie im Internet auf – www.aachen.de/buechel

Herausgegeben am 05.09.2019